Krematorium Augsburg (D)

Bereits am 17. Mai 1915 wurde die erste Kremationsanlage, System Ruppmann, im Krematorium Augsburg eingeweiht. Sie wurde bis zum Jahr 1942 mit Koks beheizt. Nach diversen Umbauten und zwischenzeitlichem Einsatz von zwei Elektroofenlinien erfolgte 2007/2008 die komplette Erneuerung der Ofenanlage erfolgte, wobei durch den Einsatz eines leistungsfähigen gasbeheizten Etagenofens anstelle der beiden vorhanden Elektro-/Gasofenanlagen der Ofenraum zukunftsweisend umgestaltet werden konnte. Der Anlagenbestand zur Rauchgasbehandlung konnte beibehalten werden und wurde in eine baugruppenübergreifende Prozesssteuerung integriert.

 

Mit der Modernisierung des Augsburger Krematoriums verfügt der Betreiber über eine leistungsfähige Kremationsanlage, die im bestimmungsgemäßen Betrieb mit der sicheren Einhaltung der Vorgaben der 27. BImSchV höchsten Umweltstandards genügt.

 

Trotz eines längeren Betriebsstillstandes hat sich das Krematorium Augsburg mit der neu installierten Ofentechnik bereits innerhalb eines Jahres Betriebszeit wieder positioniert. Die Kremationszahlen liegen 20 % über den veranschlagten Kremationszahlen zur notwendigen Kostendeckung.

 

Technische Daten:

Kremationsofen:     

1 x Etagenofen Typ 070/8-3

Rauchgasreinigung:   Trockensorptionsverfahren / Kugelrotorprinzip (Anlagenbestand)
Prozesssteuerung:   1 x SPS (Gesamtanlage), System Siemens S7
4 x Visualisierungssystem