Krematorium Lindau (D)

Nach einer im Auftrag der Stadt Lindau durchgeführten öffentlichen Ausschreibung erhielt Ruppmann am 14.7.2009 den Auftrag zur umfassenden Sanierung des Krematoriums in Lindau (Bodensee). Im Zuge der Gesamtsanierung wurden die beiden vorhandenen Elektroofensysteme entfernt und durch einen gasbefeuerten Etagenofen, System Ruppmann, ersetzt. Vor dem Hintergrund der Kostenminimierung war der neue Kremationsofen so in die Gebäudestruktur zu integrieren, dass die baulichen Anpassungen möglichst gering gehalten werden konnten. Außerdem galt es die in Verbindung mit dem Trockensorptionsverfahren installierte Additivdosierung, die den heutigen Anforderungen an den Arbeitsschutz nicht mehr genügte, zu entfernen und das Gewebefilter mit katalytischen Filterschläuche zu bestücken. Zur Gesamtsanierung gehörten ferner ein neuer Rauchgasfuchs, ein kompakter Wärmetauscherturm mit Wasser-/Glykolkreis, ein leistungsfähigeres Saugzuggebläse, eine zentrale Staubabsaugung und nicht zuletzt eine auf die Bausteine abgestimmte leistungsfähige Prozesssteuerung mit moderner Leittechnik.

 

Da der Kremationsbetrieb mit der alten Anlage so lange wie möglich aufrechterhalten werden sollte, wurde die Gesamtmaßnahme in zwei Bauabschnitte untergliedert. In der ersten Phase wurde während des Kremationsbetriebes einer Ofenlinie der zweite Ofen entfernt und durch den neuen Etagenofen ersetzt. Im Anschluss daran erfolgte die komplette Umrüstung der Rauchgasreinigung. Durch die Aufteilung in zwei Bauabschnitte konnte die Stillstandszeit um rund die Hälfte verkürzt werden.

Technische Daten:

Kremationsofen:     

1 x Etagenofen Typ 070/8-4

Rauchgaskühlung:  

1 x Wärmetauscherturm (Eco-Rohrbündel)
1 x Wasser/Glykolkreis für ein vorhandenes Rückkühlwerk

Rauchgasreinigung:   1 x katalytische Filtration (Zerstörung PCDD/F)
Prozesssteuerung:   1 x SPS, System Siemens S7
1 x Visualisierungssystem