Krematorium Stuttgart (D)

Das älteste, von Ruppmann errichtete Krematorium, nahm in Stuttgart bereits im Jahre 1908 den Betrieb auf. Nach mehreren technischen Erneuerungen in dem denkmalgeschützten Gebäude wurde Ruppmann 2003 mit dem Neubau der Rauchgasreinigung nach dem Trockensorptionsverfahren beauftragt. Dabei galt es, das Rauchgas von drei Ofenlinien in eine gemeinsame Rauchgasreinigung zusammenzuführen, wobei zwei der drei Ofenlinien in einem Doppelofen mit getrennter Asche- und Rauchgasführung untergebracht sind.

 

Gleichzeitig musste die Anlagenaufstellung den sehr beengten Platzverhältnissen Rechnung tragen. Daraus ergaben sich verfahrenstechnische Besonderheiten, wie beispielsweise die Rauchgaskühlung in zwei hintereinander geschalteten Wärmetauschereinheiten, die in Abhängigkeit des Ofenbetriebes im Teil-Bypass betrieben werden. Die komplexe Prozesssteuerung wird über eine linienbezogene speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) sichergestellt.

 

Technische Daten:

Kremationsofen:     

1 x Etagenofen Typ 080
1 x Etagenofen (Doppelausführung) Typ DO 80

Rauchgaskühlung:   2 x Wärmetauscherturm mit Bypassschaltung
4 x Wasser/Glykolkreis mit Rückkühlwerk
Rauchgasreinigung:   1 x Trockensorptionsverfahren (Flugstromprinzip)
Zentrale Staubsaugeanlage
Prozesssteuerung:   3 x SPS, System Siemens S7
1 x Visualisierungssystem